So sehr ich auch noch entspannt Afrikanische Musik hören möchte, sollte ich lieber weiter lesen bevor meine Suche nach leckeren Rezepten oder fantastischen Melodien endlos wird.
Nur zu mit den Herausvorderungen! Ich liebe es über neue Kulturen, die mir nicht allzu bekannt sind, mehr in Erfahrung zu bringen. Also bin ich froh, dass unser Deutschlehrer uns ein Buch über Afrikanische Kultur zum lesen, gegeben hat. Ich war aber immer wieder schockiert als ich es weiter gelesen habe.
Zuerst einmal dürfen Männer in Afrika mehrere Frauen haben. Dieser ständige Sexismus, der leider noch in unserer Gesellschaft vorhanden ist, steigt mir bis zum Hals auf. Mir ist stets bewusst, dass die damalige Tradition so war, dennoch regt es mich jedes Mal auf, wenn ich etwas über Frauendiskriminierungen lesen muss. Wieso haben es die Männer immer besser ?! Warum konnten damals Frauen keine drei Männer haben?! Gut zu wissen, dass es wenigstens einige Länder gab, wo Frauen an die Macht waren und wie Göttinen verehrt wurden, wie zum Beispiel in Ägyten.
Wie wir alle wissen sind in allen Ländern verschiedene Traditionen vorhanden. Doch manche davon sind einfach nur schockant und absurd. Im Buch wird erwähnt, dass man einen Menschen opfern muss, um angeblich etwas zu erhalten. Was für ein Schwachsinn ist das?! Man merkt, dass die Menschen ziemlich unaufgeklärt sind.
Langsam frage ich mich ob unser Deutschlehrer immer Bücher wählt, wo die Vater-Sohn Konflikte deutlich zu erkennen sind oder ist es denn so ein heiß begehrtes Thema der früheren Literatur?
Im Buch ,,Alles Zerfällt" ist der Protagonisten Okonkwo als kaltherzig und aggressiv dargestellt. Sein Verhalten ist bestimmt so, weil er Angst hat seinem Vater Unoka zu ähneln, denn er war melancholisch und ist schließlich in Schulden versunken.
Doch was man nicht für Taten begeht, wenn es darum geht angesehen zu werden. Okonkwo hat Menschen getötet und ist stolz darauf. Er wollte beweisen wie masculin er ist und hat Ikemefuna getötet. Ich war schockiert an der Stelle. Ich fasse es einfach nicht wie kaltblütig ein Mensch sein kann, wenn es um seine Ehre geht.
Noch dazu hat Okonkwo Nwoye geschlagen, weil er um Ikemefuna weinte. Er schlug aber nicht nur ihn sondern auch seine Frauen. Ich verabscheue den Protagonisten wegen seiner Untaten und sehe ihn als ein Weichei, da Gefühle zeigen ein Zeichen der Stärke ist. Aber doch nicht von Schwäche!
Ehrlich gesagt will ich nicht wissen, was auf mich weiterhin zukommen wird. Einerseits ist das Buch mittlerweile sehr spannend geworden,doch andererseits bekomme ich Gänsehaut, wenn ich nur daran denke, dass die Handlung höchstwahrscheinlich kein gutes Ende nehmen wird.
Wie der Titel ,,Alles Zerfällt" auch schon besagt, kann es nur in einer Katastrophe enden.
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